Geisterbahn

Premiere des neuen Marthaler-Romans

Matthias Koeberlin

liest
Jan Seghers: Die Sterntaler-Verschwörung

Dienstag, 25. November 2014, 20 Uhr
Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt
Moderation: Heiner Boehncke
Eintritt: 12 Euro
Vorverkauf unter 069-435173
und unter: info@buchhandlung-schutt.de

Donnerstag, 16. Oktober 2014 - Fünfzehnuhrsechsunddreißig, neunzehn Grad. Sahara-Oktober.

In der Süddeutschen Zeitung von heute hat die Familie von Helmut Ruge (Autor, Satiriker, Kabarettist), der am 8. Oktober verstorben ist, eine Traueranzeige veröffentlicht. Deren letzter Satz lautet: „Lasst uns ein intensives Leben zelebrieren“. Es könnte einem schwindlig werden, wenn man bedenkt, was alles verquer ist an diesen wenigen Worten.

Am 16. Oktober 1946 wurde Joachim von Ribbentrop als erster von zehn zum Tode verurteilten Kriegsverbrechern um 1:12 Uhr im Nürnberger Justizgefängnis hingerichtet.

Mittwoch, 15. Oktober 2014 – Dreizehnuhrvier, vierzehnkommneun Grad. Über die Alpen strömt Luft aus der Sahara nach Mitteleuropa. Her damit!

Immer auf der Suche nach guten Roman-Anfängen, finde ich diesen umwerfenden:
„Es war die beste Zeit, es war die schlechteste Zeit, es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Dummheit, es war die Epoche des Glaubens, es war die Epoche des Unglaubens, es waren die Tage des Lichts, es waren die Tage der Finsternis, es war der Frühling der Hoffnung, es war der Winter der Verzweiflung, wir hatten alles noch vor uns, wir hatten nichts mehr vor uns, wir gingen alle geradewegs in den Himmel, wir gingen alle geradewegs in die andere Richtung …“
So beginnt „A Tale of Two Cities“ von Charles Dickens. Das Buch ist der am häufigsten verkaufte Roman aller Zeiten, und ich kannte ihn nicht …

Heute hätte Italo Calvino Geburtstag, wäre er nicht am 19. September 1985 in Siena gestorben.

Freitag, 8. August 2014 – Zehnuhrachtundzwanzig, zwanzigkommaneun. Soll kühler werden.

“In 14,000 hate-mail letters, emails and faxes sent over 10 years to the Israeli embassy in Berlin and the Central Council of Jews in Germany, Professor Monika Schwarz-Friesel found that 60% were written by educated, middle-class Germans, including professors, lawyers, priests and university and secondary school students. Most, too, were unafraid to give their names and addresses – something she felt few Germans would have done 20 or 30 years ago.” – Guardian, Donnerstag, 7. August 2014

Vor einem Jahr starb Karen Black.